Es geht darum,
das eigene persönliche Leben
in den Dienst unserer Mitverantwortung
für die Evolution zu stellen,
und diese auf eine menschenwürdige Weise,
intelligent und weise,
sowohl in Demut als auch in Freiheit,
weiterzuentwickeln.

Es geht darum,
das eigene persönliche Leben
in den Dienst
unserer Mitverantwortung
für die Evolution zu stellen,
und diese auf eine
menschenwürdige Weise,
intelligent und weise,
sowohl in Demut
als auch in Freiheit,
weiterzuentwickeln.

Die Seele des Psychotherapeuten

Wie sie in der Therapie wirkt und zu einer gelingenden Behandlung beiträgt

Jetzt erhältlich!

Mit seinem Ansatz der „Beseelten Psychotherapie“ ermöglicht der erfahrene und renommierte Psychiater und Psychotherapeut Dr. Joachim Galuska allen therapeutisch Tätigen einen Blick nach Innen und eine neue Bewusstseinsausrichtung. Sein Buch verbindet wissenschaftliche Reflexion mit persönlicher Erfahrung, spiritueller Tiefe und konkreten Praxisimpulsen. Es lädt dazu ein, Therapie nicht nur als Technik und Methode, sondern als menschliche Begegnung zu verstehen.

Kösel-Verlag, München
Hardcover, ISBN: 978-3-466-34873-2 für 28,00 Euro.
eBook, ISBN: 978-3-641-34799-4 für 24,99 Euro.

Hier erhalten Sie eine exklusive digitale Leseprobe aus dem Buch „Die Seele des Psychotherapeuten“ von Dr. Joachim Galuska. Das Buch lädt dazu ein, Therapie als echte menschliche Begegnung zu verstehen – und eröffnet neue Perspektiven für alle therapeutisch Tätigen.

Buchrezensionen

Sven Steffes-Holländer

5 von 5 Sternen bei Amazon.de

Ein Buch über das, was Psychotherapie im Innersten trägt

Bewertet in Deutschland am 26. August 2026

Ich durfte „Die Seele des Psychotherapeuten“ bereits vorab lesen und kann das Buch sehr empfehlen.

Joachim Galuska widmet sich darin einer Frage, die im psychotherapeutischen Alltag leicht hinter Diagnostik, Leitlinien, Methoden und Techniken zurücktritt: Was ist es eigentlich, das zwischen zwei Menschen in einer Psychotherapie wirkt?

Mehr lesen 

Claus Eurich

Blogbeitrag interbeing

Beitrag vom 27. August 2026

„Die Seele des Psychotherapeuten“: Joachim Galuska, einer der erfahrensten Fachärzte für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychiatrie sowie Begründer mehrerer entsprechender Kliniken hat dazu ein außerordentliches Werk vorgelegt. Seine jahrzehntelangen Erfahrungen finden darin einen beeindruckenden und verständlichen Ausdruck. Vor allem nimmt er hinsichtlich der therapeutischen Wirksamkeit einen Aspekt in den Fokus, der gemeinhin übersehen wird.

Interview mit Dr. Joachim Galuska

Im folgenden Interview gewährt uns Dr. Galuska einen persönlichen Einblick in seine Vision einer „Seelen-Heil-Kunst“ und erläutert, warum das Innehalten im oft hektischen Praxisalltag der erste Schritt zu einer gelingenden Behandlung ist.

Warum haben Sie dieses Buch gerade jetzt geschrieben?

Das Buch ist aus der Beobachtung einer tiefen Krise entstanden: Wir erleben eine zunehmende Entseelung in Medizin und Psychotherapie. Trotz technologischer Perfektion in der Medizin geht der Mensch oft verloren; ich selbst habe das als Patient schmerzlich erlebt, als ich in einer Augenklinik zwar fachlich exzellent versorgt, aber als Person kaum wahrgenommen wurde. Es geht mir nicht um neue Modelle oder Ideologien, sondern darum, Therapeuten und Ärzten einen Weg aufzuzeigen, wie sie ihre Arbeit durch eine Verankerung in der Seele wieder mit Sinn und tiefer menschlicher Präsenz füllen können.

Sie kritisieren die „Schulenverhaftung“ der Psychotherapie.
Wie gelingt die Erweiterung in eine sogenannte „aperspektivische“ Haltung, und was bedeutet das für die Behandlung?

Die heutige Psychotherapie ist noch immer stark in verschiedene Schulen zersplittert, die oft wie Ideologien verteidigt werden. Das Problem dabei ist, dass wir oft nicht den Menschen behandeln, sondern unsere Konzepte von ihm. Patienten neigen dazu, sich an das Denksystem ihres Therapeuten anzupassen, anstatt zu ihrem eigenen Wesen zu finden. Der Weg in die Aperspektivität (ein Begriff nach Jean Gebser) verläuft in drei Stufen:

Relativierung der eigenen Sicht: Zunächst erkennen wir an, dass unsere therapeutische Schule lediglich eine Perspektive unter vielen ist.

Mehrperspektivität: Wir lernen, flexibel zwischen verschiedenen Blickwinkeln zu wechseln – etwa der tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutischen oder systemischen Sicht –, ohne in einer davon gefangen zu bleiben.

Aperspektivische Haltung: Dies ist der entscheidende Schritt. Wir sind nicht mehr an eine einzelne Perspektive gebunden. Wir sehen Modelle als das, was sie sind: hilfreiche Landkarten, aber nicht die Landschaft selbst.

In dieser Haltung sind wir frei und offen für das, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Wir nutzen unser Fachwissen und wissenschaftlich anerkannte Methoden zwar intelligent, bleiben aber gleichzeitig offen für das völlig Neue und Unvorhersehbare. Erst diese Seelenverankerung ermöglicht eine wahre Integration, die über das bloße Addieren von Techniken hinausgeht. Wir begegnen dem Patienten nicht mehr als „Fall“, sondern als einem einzigartigen Menschen, dessen Wesen über das Bild hinausgeht, das wir von ihm haben.

Sie betonen die Bedeutung der therapeutischen Beziehung.
Was unterscheidet Ihren Ansatz von klassischen Modellen?

Ich schlage in der therapeutischen Beziehung eine Erweiterung auf vier Ebenen vor, die sich gleichzeitig durchdringen: die professionelle Arbeitsbeziehung, die unbewusste Übertragungsbeziehung und die authentische mitmenschliche Begegnung werden durch die entscheidende vierte Ebene, die Wesensbeziehung, ergänzt. Sie ist die entscheidende Ebene, denn hier begegnen sich zwei Seelen in einem gemeinsamen Raum der Gegenwärtigkeit.

In dieser Resonanz spürt der Patient die Präsenz des Therapeuten und findet dadurch oft erst den Zugang zu seinem eigenen Wesenskern und seinen Selbstheilungskräften. In diesem Raum konzentriert er sich auf sich selbst und übernimmt nicht unbewusst die Anschauung oder therapeutische Schule des Behandlers oder der Behandlerin.

Was raten Sie jemandem, der sich im hochgetakteten Praxis- oder Klinikalltag nach mehr dieser „beseelten“ Momente sehnt, aber kaum Zeit dafür sieht?

Der entscheidende erste Schritt ist aus meiner Sicht der Mut zum Innehalten. In einem Gesundheitssystem, das oft nur noch auf „Machen“, Effizienz und technischer Perfektion basiert, ist das bewusste Pausieren – und sei es nur für einen kurzen Moment zwischen zwei Terminen – der Schlüssel. In diesem Moment der Stille verlassen wir den Modus der bloßen Anwendung von Technik und Methode und öffnen uns für die eigentliche menschliche Begegnung. Nur wenn wir selbst präsent sind, können wir einen Seelenraum schaffen, in dem der Patient sich wirklich wahrgenommen fühlt und seine eigenen Heilungskräfte mobilisieren kann. Es geht darum, die eigene Arbeit als eine sinnstiftende Heil-Kunst zu begreifen und als Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln und die Tiefe der eigenen Seele zu entdecken.